Boerde

Das Zweinutzungshuhn

Gack Gack!

Die Börde. Land der Felder, Land der Äck­er, Land des land­wirtschaftlichen Nutzviehs. Heute früh stieß ich in mein­er stillen Keme­nate beim Studi­um des lokalen Anzeigen­blattes, welch­es sich – ein­er gewis­sen Hochtra­bend­heit nicht abgeneigt – „Gen­er­al-Anzeiger“ zu nen­nen pflegt, auf den Begriff des Zwein­utzung­shuhns, welch­er mir bis dato gän­zlich unbekan­nt zu sein beliebte. Hach, diese Schachtelsätze!

Neugierig gewor­den bemühte ich die Wikipedia, welche mich in sach­lichem Ton­fall wie nach­fol­gend aufk­lärte: „Ein Zwein­utzung­shuhn beze­ich­net eine Form der Zwein­utzungsrasse für den Anwen­dungs­fall der Hüh­n­erzucht. All­ge­mein ist ein Zwein­utzung­shuhn somit eine Rasse des Haushuhns, die sowohl zum Eier­legen als auch zum Schlacht­en gehal­ten wer­den kann.“, gle­ichzeit­ig jedoch kri­tisch anmerk­te „Eine genaue Def­i­n­i­tion von gelegten Eiern pro Jahr, Endgewicht oder Wach­s­tums­geschwindigkeit fehlt.“. Soweit, so inter­es­sant. Die aktuelle Entwick­lung des Zwein­utzungskonzeptes wird in einem eige­nen Absatz beschrieben, und dort wird fest­ge­hal­ten, dass die männlichen Küken for­t­an nicht mehr unmit­tel­bar getötet wer­den, son­dern der Fleis­chgewin­nung dienen. Wer sich tiefer in die Materie des Zwein­utzung­shuhns einar­beit­en möchte, dem sei die Seite www.zweinutzungshuhn.de emp­fohlen. Heute abend gibt’s übri­gens Sen­feier, eines mein­er Leibgerichte…


IX

 

Blacky – *1994 – † 15. September 2008

9 Jahre. Kinder, wie die Zeit verge­ht. Manch­mal fehlst Du immer noch; den­noch: Die Zeit heilt (fast) alle Wun­den. Manch­mal wün­schte ich, ich hätte längst wieder „zugeschla­gen“, denn ich glaube, ein Hund ist ein pro­bates und Neben­wirkung-freies Haus­mit­tel für kör­per­liche und men­tale Fit­ness. Aber vielle­icht hat auch alles im Leben seine Zeit und es ist richtig so, wie es ist. I’m out­ta here.

Ein Horrorfilm aus Hundisburg

Dolles Ding: Der liebevoll gemachte „Dok­tor Hells­ing“ ist ein Kurz­film in der Form eines klas­sis­chen, alten Trail­ers für einen fik­tiv­en Uni­ver­sal-Hor­ror­film aus den 30er Jahren. In ein­er Komödie bis hin zur Per­si­flage find­en hier eine Vielzahl von Fig­uren aus der Grusel­welt in kurzen Episo­den ihren Platz: von dem berühmten Vam­pir- und Mon­ster­jäger Abra­ham Van Hels­ing, hier Dok­tor John Hells­ing, bis hin zu Dok­tor Franken­stein, hier Pro­fes­sor Mabu­so­ri­ar­ty. Gedreht in unmit­tel­bar­er Nach­barschaft, im wun­der­schö­nen Wald zu Hundisburg!


VDSL

Manche Dinge gehen nie schnell genug. Ein Down­load gehört defin­i­tiv dazu. Nach Jahren in Sch­neck­engeschwindigkeit hat gestern der Gevat­ter Fortschritt erneut Einzug gehal­ten. Ich bin nun näm­lich mit 30 MBit im Down­stream und 2 MBit im Upstream unter­wegs. Eine kleine Chronolo­gie der Ereignisse im Schnellabriß: 1995/96 das erste Mal online. Immer für 30 Tage, immer mit kosten­losen Werbe-CDs von AOL. Den franzö­sis­chsprachi­gen Chat mit Füll­worten à la Baguette, Janette, Claudette getrollt. Erste E‑Mail-Adresse: torsten.freitag@pc.mdlink.de. Internes 14.4er Modem in einem Mac­in­tosh Per­for­ma 5200. Dann weit­er mit 28.8, 56kBit Acer-Modem, ISDN -> 2‑Kanal-ISDN -> Seit Ende 2006: DSL 768/128 -> Seit 25. 2. 2011: DSL 2000 RAM -> Seit 21. 3. 2016: VDSL 30/2. Uff, das war eine lange Zeit.

Dazu eine Grafik mit den Speedtests der jew­eili­gen Anschlüsse.

Größer

Soweit funk­tion­iert inzwis­chen alles ganz rei­bungs­los, auch wenn mich die Kon­fig­u­ra­tion der FritzBox nächtliche Ruhe gekostet hat. Nicht, weil es so kom­pliziert gewe­sen wäre, son­dern eher, weil ich mit den zahlre­ichen neuen Möglichkeit­en etwas über­fordert war bzw. am lieb­sten alles gle­ichzeit­ig aus­pro­bieren wollte.

Heute nacht dann erst­mal wieder schlafen. Auch schön!

Der Tag danach

Hier (1, 2) die Wahlergeb­nisse aus meinem Kuhkaff of no return. In diesem voll­ge­fresse­nen Land, da wird die Dummheit ewig siegen. (Box­ham­sters) Es nützt ja nichts. Ein­er­seits wählen nur die dümm­sten Läm­mer ihren Schlachter selb­st, ander­er­seits muß man sich über das gute Abschnei­den der AfD auch nicht weit­er wun­dern, wenn die Schere zwis­chen Arm und Reich immer weit­er auseinan­der geht. Die Ent­frem­dung des Bürg­ers von der Poli­tik ist in vollem Gange. Und die Flüchtlings­the­matik ist nur ein klein­er Teil davon. Insofern hat mich das gestrige Wahlergeb­nis nicht son­der­lich über­rascht, aber doch geschockt. Schöne Grüße aus der Heimat: Dieses Land, dieses Bun­des­land, dieser Land­kreis, dieser Ort – die Leute sind so voll­ge­fressen und verblendet, kurzsichtig und gnaden­los, kaputt und destruk­tiv. Das waren sie immer schon, jet­zt haben sie wenig­stens die passende Partei für sich.

Vier beson­ders lesenswerte Artikel über (nicht nur) Sach­sen-Anhalt, gesam­melt in den let­zten Tagen und Wochen:

„Wie die AfD in Sach­sen-Anhalt punktet“
Analyse u. a. der Wählerwanderungen.

„Kein Englisch!“
Gardele­gen in Sach­sen-Anhalt braucht kaum etwas mehr als neue Bewohn­er. Doch in der Stadt wollen viele die Flüchtlinge nicht. Und die wollen nicht in Gardele­gen sein.

„Zehn Gründe, warum die AfD durch die Decke schießt“
Die AfD ste­ht in Sach­sen-Anhalt in Umfra­gen bei 17 Prozent, die Land­tagswahl wird eine Protest­wahl son­der­gle­ichen. Was sind die Gründe für den Protest? 

„Wie ich aus­zog, die AfD zu verstehen“
Unser Reporter ist linkslib­er­al und hat nichts gegen Merkels Flüchtlingspoli­tik. Mit AfD-Gerede von „Volksver­rätern“ und „Tugendter­ror“ kann er nichts anfan­gen. Wer denkt so? Auf der Suche nach ein­er Antwort find­et MALTE HENK nicht nur Recht­sex­treme – son­dern viele Men­schen, die ihm selt­sam ver­traut vorkommen. 

„Warum ich aus Sach­sen wegge­zo­gen bin“

Gevatter Immergrün

Nach­fol­gen­des Foto doku­men­tiert den zen­tralen und einzi­gen offiziellen Wei­h­nachts­baum in unserem Ort. Jedes Jahr das gle­iche Lied: Eine lieb­los drübergeschmis­sene Lichter­kette und fer­tig ist die Deko. Trost­los as fuck wie der Angel­sachse sagt. Ein­er­seits wäre es an der Zeit für eine Über­nacht-Aktion in Sachen Ver­schönerung des öffentlichen Raumes. Ander­er­seits passt die Optik des Baumes ganz gut zum Rest des Ortes. Zumin­d­est wenn man Schwarzse­her oder Nihilist ist.


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