Neulich abend blieb ich zufällig beim Zappen bei Sing meinen Song hängen. Ihr wißt schon, diese Covershow mit Wirrkopf Xavier Naidoo, Hartmut Engler, Andreas Bourani und anderen. Es war eine Sondersendung zu Weihnachten und dementsprechend wurden Weihnachtssongs gecovert. Zwischen den Song erzählt jeder Künstler von-sich-selbst-besoffene und meist schwer sentimentale Anekdoten aus seinem Leben. Der gruselige Höhepunkt dieses Machwerks war ein gewisser Daniel Wirtz mit einer Coverversion von Fairytale of New York. Der Herr Wirtz wirkt auf mich so authentisch wie ein Weihnachtsbaum aus Kunststoff. Einer von diesen typisch volltätowierten Pseudo-Alternativen, die heutzutage in großer Zahl das Land bevölkern. Die komplett verhunzte Version des Pogues-Klassikers kann man sich hier anschauen. Ich empfehle allerdings, hart im Nehmen zu sein, oder Beruhigungsmittel bereitzuhalten. Mich jedenfalls regt diese grottenmiese Schändung des an sich großartigen Songs dermaßen auf, daß ich zum Ausgleich und um das Karma im Gleichgewicht zu halten, hier unbedingt das Original posten muß. Gleich anschließend zeigen Gianni Dingsbums und Sarah Blackwood, das es nicht unmöglich ist, diesen Song ehrwürdig und anständig zu covern. Gute Unterhaltung!
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